Startseite.html
evangelische Kirchengemeinde treffurtStartseite.html
Startseite.html
 

Dankesbrief von Mmeta


Unsere Liebsten, unsere Schwestern und Brüder, mein Freund Torsten,


ich danke Gott, unserem Herrn, sehr, dass all unsere Aufgaben so klar, erfolgreich und freudebringend getan wurden.

Zuerst erhielten wir das Geld - 1000€ -, welches ihr uns geschickt habt, und was uns 2,19 Millionen Tansaniaische Schilling gebracht hat. Nachdem ich diesen großen Geldbetrag von der Western Union Agency abgeholt hatte, begann ich mit einer anderen Arbeit, um es gezielt an Kinder zu verteilen. Eure Großzügigkeit ermöglichte es ca. 29 Kinder zu unterstützen, 17 von weiterführenden Schulen und 12 von Grundschulen - mit sehr passenden Zahlen. 10 Mädchen von der weiterführenden Schule, sowie 7 von der Grundschule ergaben 17 Mädchen, während der Rest Jungen waren (7+5= 12 Jungen).

Sie waren überaus glücklich über diese Unterstützung, die ihnen geboten wurde, durch diesen riesigen, unerwarteten Zuschuss. Sie waren wirklich mehr als aufgeregt, als sie es empfingen.

Welche Sprache würde passen und ist angemessen um den Dank aus unserem tiefsten Herzen auszudrücken? Ich weiß es nicht.

Danach haben wir mit der Vorbereitung für die Pflanzung des zeremoniellen Gedenkbaumes begonnen, welcher "TMT" - "Treffurt Memorial Tree" (Treffurter Gedenkbaum) genannt wurde. Ihr wisst, meine Lieben, dass es unsere vorrangige Idee war, das Ereignis am Sonntag, den 14. Juni, zu begehen, direkt nach dem Gottesdienst, aber wir haben es schon einen Tag zuvor getan. Sodass das Ereignis schon am Samstag, den 13. Juni, stattfand, weil wir am Sonntag einen großen interkonfessionellen Gottesdienst auf einem Spielfeld hatten, in Verbindung mit der röm. katholischen Kirche, den Protestanten wie den Anglikanern, den Mähren, Lutheranern und Pfingstlern. Daher hatten wir einen sehr, sehr großen gemeinsamen Gottesdienst letzten Sonntag, welcher in dieser Stadt so noch nie vorkam - Bischöfe, Pfarrer, Chöre und viele Christen nahmen daran teil. Es war wirklich ein riesiger und wundervoller ökumenischer Gottesdienst, den wir noch nie zuvor gemacht haben. Unser Ziel war es für den Frieden in unserer Nation und in der ganzen Welt zu beten und wir beteten auch für die nationalen Parlamentswahlen, welche in 3 Monaten in unserem Land stattfinden werden.

Deshalb musste unser Ereignis einen Tag zuvor stattfinden, um das große Kirchenfest nicht zu beeinträchtigen. Aber wir haben es angenehm und fantastisch gestaltet. Die Gruppe war gut organisiert, um während des Einpflanzens des ausgewählten Baumes (Brombeerbaum) zu singen und zu tanzen. Die Blätter des Baumes können als Essen, als Futter und als Heilmittel genutzt werden. Die Früchte auch: zum Saft herstellen, für das Abendmahl in der Kirche, seine Zweige brechen auch nicht leicht. Er lebt viele, viele Jahre. Ich hoffe, wenn ihr eines Tages kommt und uns besucht, werdet ihr, eure Kinder oder Enkel die Gelegenheit bekommen, ihn zu finden und zu betrachten. Während der Baumpflanzung las ich einen Bibelvers für die Gruppe aus Offenbarung 22,2. Die Gemeinschaft, die wir gepflanzt haben, ist eine Heilung für unsere Nation und für andere. Um unsere Gemeinschaft zu heilen und zu stärken. Ja, es ist wirklich ein Werk Gottes, welches sich nie ein Mensch vorstellen kann. Gott ist wahrhaftig gut und groß.


Lieber Torsten, mit dieser E-Mail habe ich versucht einige Fotos der Aktion, die dabei gemacht wurden, mit anzuhängen. Finde sie bitte, sie werden helfen das Ereignis auszudrücken. Hinter der Gruppe, die du eventuell siehst, ist ein Teil unserer Kirche zu sehen. Wenn du mehr benötigst, zögere nicht zu fragen.


Ich freue mich bald mehr von dir zu hören.


Sei friedlich und gesegnet.

                          dein Bruder Mmeta


(Vielen Dank Alexandra Kunze für die Übersetzung)

„Msaada wetu u“ lautete das Motto des diesjährigen Gemeindefestes auf Suaheli: „Unsere Hilfe steht.“

Es war der 29. Oktober 1995 als Pfarrer Mmetta in Treffurt war. Manche erinnern sich noch an ihn, wie er bei der Einführung von Pfr. Schneider das Abendmahl austeilte. Fast 20 Jahre ist dies her und alle Jahre blieb der Kontakt nach Tanzania. Erst wurden Briefe per Luftpost hin und her geschickt. Seit 2008  wurde der Kontakt durch E-Mail viel leichter. Mmetta aber war es auch immer wichtig anzurufen, weil es ihm wichtig war eine Stimme zu hören. Er wollte mit den eigenen Ohren hören, dass hier Menschen sind, die zwar weit weg sind und dennoch mit ihm und seiner Gemeinde eng verbunden. Und zwar nicht nur über die Hilfe, sondern immer durch das Gebet. Oft hat er von den Sorgen der Treffurter Gemeinde gehört und er hat von seiner Gemeinde in Tukuyu berichtet. Dort wachsen die Kirchen und die Menschen leiden wirtschaftliche Not. Hier leiden wir im Vergleich nicht wirtschaftliche Not. Aber die Kirchen schrumpfen und leiden geistliche Not. Obwohl seine Gemeinde nur etwa doppelt so viele Gemeindeglieder zählt, konnte er im letzten Jahr 108 Kinder taufen. Dass in Treffurt zu einem normalen Sonntag nicht viel mehr als 15 Christen in die Kirche gehen, kann Mmeta sich nicht vorstellen. So erfuhr er von unserer Armut und empfing ebenso Hilfe von unserem Reichtum. Seit Jahren sammelt die Gemeinde beim Abendmahl, in der Frauenhilfe und zum Ökumenischen Gemeindefest für seine Projekte. Der Kontakt zur Treffurter Gemeinde ist der einzige nach Deutschland, der erhalten geblieben ist.

        -->Fortsetzung auf dem Innenblatt-->

Die Projekte, die die Treffurter Gemeinde gefördert hat, waren alle sehr gut und sinnvoll. Von dem Geld wurden Wasserleitungen und Brunnen gebaut. Es wurden Kleinbauern gefördert und ein Kirchendach gedeckt. Im Moment werden mit den Spenden Waisenkinder unterstützt. Es gibt so viele Kinder, deren Eltern nicht mehr leben und das nicht zuletzt durch AIDS.

An dieser Stelle sei allen Spendern herzlich gedankt, auch den Kindern, die zum Gemeindefest Beutel gebastelt haben. Ein Dank geht auch an die Kirchengemeinde Ammern, die über Jahre schon aus ihrem Kirchenhaushalt für Mmetta spendet.


Am 13. Juni pflanzten die Waisenkinder und Pfarrer Mmetta einen Blackberry-Baum als Zeichen der Verbundenheit über die Jahre. Mmetta war es wichtig, dass der Baum Früchte trägt, die man essen kann und die Kinder nicht in den Ästen herumklettern und hinunter fallen könnten.

Am 14. Juni pflanzte die Treffurter Gemeinde im Pfarrgarten gebenüber des katholischen Pfarrhauses die Tanzania-Linde.

So Gott will und die Menschen die Bäume pflegen, werden die Bäume lange stehen und uns erinnern: Wir sind alles Menschen auf der einen Erde; wir sind auf einander angewiesen mit unserer Hilfe. In Treffurt dürfen wir wissen, dass es in Tanzania eine Gemeinde gibt, die für uns betet. Und die Kinder in Tanzania erfahren, dass hier Christen sind, die für sie spenden. Aber all unserer Hilfe auf dieser Welt steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

T. Schneider

Startseite.html